Wir befinden uns im zweiten Jahr unserer TUSCH-Partnerschaft mit der Regenbogenschule Münster. Im Sommer werden wir im Rahmen des TUSCH-Spektakels im „Theater Moller Haus im Exil“ unsere künstlerisches Kernprojekt mit den Kindern des Jahrgangs 2 und 3 zur Premiere bringen!

Mit TUSCH wird ein lebendiges Partnerschaftsmodell geschaffen, das mit dem Medium Theater die konkreten Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen mit den künstlerischen Prozessen auf den professionellen Bühnen verbindet und konstruktive Anreize für eine Begegnungskultur schafft.

TUSCH will die Reibung zwischen den zwei sehr unterschiedlichen Institutionen nutzen, um neue Kräfte auf beiden Seiten frei zu setzen. In diesem Wechselspiel des doppelten Blickwinkels entwickelt sich das Partnerschaftsmodell TUSCH, und will wertvolle Impulse für eine neue Lern- und Unterrichtskultur und eine lebendige Theaterentwicklung setzen.

TUSCH Darmstadt schließt Kooperations-Vereinbarungen zwischen den jeweiligen Theater- und Schulpartnerschaften, in denen sich beide Seiten zu einer verlässlichen Zusammenarbeit verpflichten.TUSCH gewährleistet darin, die Arbeit personell und finanziell zu unterstützen. Regelmäßige Treffen und Tandem-Fortbildungen, kontinuierliche Beratung und Begleitung sind Bestandteil des TUSCH-Netzwerkes. Ein jährliches sog. Kernprojekt steht im Mittelpunkt jeder Partnerschaft, sodass am Ende des Schuljahres beim TUSCHpektakel eine Werkschau zu sehen sein wird. Theater Lakritz ist einer dieser Kooperationspartner.

Besonders an unserem Darmstädter Modell ist : die Bündelung von kreativer Energie in der Freien Szene und die daraus resultierende vielversprechende Netzwerkarbeit zwischen Theatern und Schulen welche von den Künstlern ehrenamtlich zusätzlich geleistet wird. Mehr Informationen gibt es auf: http://www.tusch-darmstadt.de

 


TUSCH – Projekt 2013 mit der Klasse 3 e, der Goetheschule

„Die Pflegekinder von Miss Kitty“

Das Thema des Theaterstückes ist Sehnsucht nach Veränderung und Aufbruch ins Ungewisse. Der Wunsch etwas zu werden, was man noch nicht ist,- einen persönlichen Schatz zu bergen, – findet bei den Schauspielerkindern großen Anklang.Es wird viel gesungen, Log – Tagebücher werden geschrieben, gelernt wie man ganz heimlich und leise sein kann aber auch wie man wild und laut ist. „Piratig eben!“

Neben dem erfinden von gefürchteten Halunken, dem erfühlen von Text und dem Mut, zu sich selbst zu stehen, erleben die Kinder die Gemeinschaft als Basis ihres Schaffens. Ganz ähnlich wie auf einem der großen Segelschiffe jener wilden Piratentage, so werden auch im Ensemble der Kinder alle gebraucht. Jedes Kind bringt seine Stärken ein und wird in den Schwächen von den anderen gestützt. Und so kann gemeinsam die große Reise ins Abenteuer beginnen…

Theaterpädagogen: Hedwig Schwab und Andreas Konrad

Ausschnitt aus dem Stück:

Sargnagel: „Miss Kitty ist unsere Pflegemutter.“
Rumpel- Fred: „Eine böse Piratin ist sie!“
Ricarda ,die Freie : „Sie passt auf uns auf und will uns zu „ordentlichen“ Leuten erziehen. Sie entkam damals nur knapp dem Galgen. Seit jenem Tag ist sie dagegen, dass Kinder bereits zu Piraten werden. Unsere Eltern sind irgendwo auf den sieben Weltmeeren unterwegs.Und wir hocken hier!“

Ein „Piratenstück“ über Aufbruch, Träume, die Sehnsucht nach Freiheit, Heimweh nach Mama und Papa. Mit viel Musik, chorischen Elementen und wilden Schlägereien. Schaffen es die Kinder, Miss Kitty zu verlassen, um ihre Eltern auf den „Sieben Weltmeeren“ zu suchen?